04.07.2016

Mit der Zuwanderung von Flüchtlingen und Asylsuchenden aus allen Ländern sind auch die Sportvereine aufgefordert, sich dieser Thematik anzunehmen.

Mit steigenden Flüchtlingszahlen auch in Bad Oldesloe konfrontiert, haben der Kreissportverband sowie das Projekt „Sport vor Ort“ in Bad Oldesloe ein Konzept erarbeitet zur Möglichkeit einer DOSB-Übungsleiterausbildung für Menschen mit Migrationshintergrund.

 

Für eine funktionierende Integration ist es wichtig, Menschen mit Migrationshintergrund nicht nur als Vereinsmitglieder, sondern auch als Trainer und Übungsleiter zu gewinnen und auszubilden.

Im Sportverein können Kontakte geknüpft, Freundschaften geschlossen und darüber hinaus die deutsche Sprache „spielend“ erlernt werden.

Sport bietet Verständigung über Sprach- und Kulturbarrieren hinweg. Nationalität und Hautfarbe haben im Sport keine Bedeutung. Die Regeln wie Fairness, Disziplin und Teamgeist tragen dazu bei, Brücken zu bauen.

Unter diesen Aspekten ist die Idee geboren, junge Menschen (Schülerinnen / Schüler und Erwachsene) mit Migrationshintergrund zu Übungsleiter C-Breitensport des DOSB auszubilden, um ihnen eine Tätigkeit als Übungsleiter in den Sportvereinen zu ermöglichen.

Ein Übungsleiter mit Migrationshintergrund kann im Verein Basisarbeit leisten. Dieses ist notwendig, um neu hinzugekommene Flüchtlinge und Asylsuchende schnell und komplikationslos zu integrieren und sie ein Stück „Heimat“ erfahren zu lassen.

 

Für den Verein bieten sich die Möglichkeiten zur Qualifizierung von jungen Menschen zu Trainern, Schaffung neuer Sportangebote im Verein, Durchführung eines Leuchtturmprojektes und Gewinnung ehrenamtlicher Mitarbeiter(innen).

 

Grundlegende Voraussetzungen zur Teilnahme an diesem Förderprojekt sind:

- die Person besitzt nicht die deutsche Staatsangehörigkeit oder

- der Geburtsort liegt außerhalb der heutigen Grenzen der Bundesrepublik Deutschland oder

- der Geburtsort mindestens eines Elternteils liegt außerhalb der heutigen Grenzen der Bundesrepublik Deutschland.

- Die deutsche Sprache wird beherrscht und eine der Herkunftssprachen wird gesprochen.

 

Sprechen Sie interessierte Jugendliche oder Erwachsene in Ihrem Verein oder Institution an und machen Sie sie auf die Möglichkeit zur Ausbildung als Übungsleiter aufmerksam.

Das Projekt startet im Oktober 2016 (genaue Daten siehe Anhang) in Bad Oldesloe und beinhaltet eine kompakte Ausbildung bis März 2017. Im Anhang finden Sie die alle nötigen Informationen dazu.

Anmeldeschluss ist der 15. September 2016.

Die Ausbildung ist für die Teilnehmer kostenlos.

 

 

26.02.2016

erstmalig beteiligt sich der Landessportverband Schleswig-Holstein (LSV) an einer gemeinsamen Initiative der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein und der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH (EKSH) mit dem Ziel, den Stromverbrauch zu senken und damit Ihre Vereinskassen zu entlasten und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Mitmachen ist ganz einfach: Melden Sie sich bis zum  01. April 2016                   

auf dem „stromabwärts“-Portal www.stromabwaerts.de an

und sichern Sie sich die Chance auf einen Einkaufsgutschein namhafter Sportartikel-Ausrüster in Höhe von 1.500,-, 1.000,- und 500,- EURO.

Gleichzeitig haben auch noch Ihre Vereinsmitglieder in der Kategorie „Verbraucher“ die Möglichkeit, an weiteren Gewinnmöglichkeiten teilzunehmen.

Machen Sie in Ihrem Verein Werbung für diese Aktion und vielleicht gehört eines Ihrer Vereinsmitglieder ebenfalls zu den glücklichen Gewinnern!

Alles weitere erfahren Sie in dem gemeinsamen Aufruf zu dieser Aktion, den Sie in der Anlage beigefügt unbedingt lesen (und verbreiten) sollten!

Bitte unterstützen Sie diese Initiative und sichern Sie sich einen der Gutscheine … und sparen Sie Strom und Kosten!

Wir sind sehr gespannt, wieviele unserer Sportvereine mitmachen, sich dem Wettbewerb stellen und als Sieger (denn das sind bereits alle, die mitmachen) einen der Preise gewinnen.

Viel Spaß und viel Erfolg!

 

 

 

18.11.2015
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) verweist darauf, dass Sportvereine nicht ihre Gemeinnützigkeit gefährden, wenn sie Flüchtlingen helfen und diese beispielsweise beitragsfrei am Training teilnehmen lassen. In einem Schreiben an die DOSB-Mitgliedsorganisationen hat der DOSB-Vorstandsvorsitzende Michael Vesper erneut auf Ausnahmeregelungen von Bund und Ländern hingewiesen.

Bereits im September hatte der DOSB erstmals auf ein entsprechendes Schreiben des Bundesfinanzministeriums an die obersten Finanzbehörden der Länder vom 22. September 2015 aufmerksam gemacht. Darin sind Verwaltungsvereinfachungen und Ausnahmen von bestehenden Regelungen enthalten, die helfen sollen, das ehrenamtliche Flüchtlingsengagement u.a. in Vereinen zu unterstützen. Wörtlich heißt es: „Zur Förderung und Unterstützung dieses gesamtgesellschaftlichen Engagements bei der Hilfe für Flüchtlinge werden im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder die nachfolgenden Verwaltungsregelungen getroffen.“ Die Ausnahmeregelungen gelten laut Bundesfinanzministerium vorerst bis zum 31. Dezember 2016.

Zwar müsse die Verwendung von Geldmitteln oder geldwerten Leistungen für so genannte „mildtätige Zwecke“ grundsätzlich in der Vereinssatzung aufgeführt sein, in der augenblicklichen Situation jedoch seien Ausnahmen gerechtfertigt. Die neuen Regelungen gestatten es dem Verein, dass er „Mittel, die keiner anderweitigen Bindungswirkung unterliegen, ohne Änderung der Satzung zur unmittelbaren Unterstützung von Flüchtlingen einsetzt.“ Darüber hinaus könne laut DOSB ein soziales Engagement in Form von Angeboten für Flüchtlinge  dahingehend interpretiert werden, dass hiermit auch das Ziel verfolgt wird, neue Mitglieder zu gewinnen. In gleicher Weise seien die gemeinhin akzeptierten  und regelmäßig beitragsfreien „Schnupperangebote“ wie z.B. Ballschulen für Kleinkinder zu betrachten. 

Sammelt ein Sportverein Geld und Spenden für Flüchtlinge, so kann er diese ohne Gefahr für seine Gemeinnützigkeit an gemeinnützige Hilfsorganisationen, zuständige Behörden oder Spendenkonten weiterleiten. Werden Spendenquittungen ausgestellt, sei es hilfreich, dies unter dem Stichwort „Flüchtlingshilfe“ zu vermerken.

(Quelle DOSB)

 

09.06.2015

 

Adelbert Fritz ist der neue Vorsitzende des Kreissportverbandes Stormarn e.V.

 

 Adelbert Fritz aus Reinfeld wurde am Freitag, dem 5. Juni 2015 einstimmig zum neuen Vorsitzenden  des  Kreissportverbandes Stormarn gewählt. Damit löst er Frank Malner, der sein Amt vorzeitig zur  Verfügung  stellte, ab. 

 Auf der Tagesordnung standen neben der Wahl eines Vorsitzenden, eines stellvertretenden  Vorsitzenden sowie drei weiteren Vorstandsmitglieden auch eine Satzungsänderung. Der KSV  Stormarn will mit einem "verschlankten" Vorstand effektiver und effizienter arbeiten.

Als stellvertretender Vorsitzender wurde Jörn Schädel wiedergewählt. Neu in den Vorstand gewählt wurden Joachim Lehmann von der TSV Glinde und Lars-Erik Masuhr vom SV Preußen Reinfeld. Eine weitere Vorstandsposition konnte nicht besetzt werden. 

Helga Hahn-Roß von der TSV Glinde stellte sich für 4 Jahre als Kassenprüferin zur Wahl und wurde ebenfalls einstimmig gewählt.

Durch die Satzungsänderung ist dem KSV Stormarn nun die Möglichkeit gegeben, Projektmitarbeiter einzusetzen. Hier fand sich im Vorwege bereits Catja Wittschen aus Siek, die sich gerne einem Projekt für zwei Jahre widmet, sowie Ina Gerber (auch sie stellte sich nicht der Wiederwahl), die in den nächsten zwei Jahren das Jubiläum "70 Jahre KSV Stormarn" vorbereiten wird.

 

Mit "Standing Ovations" wurde Alfred Schmücker verabschiedet. Er stellte sich nicht der Wiederwahl und verlässt den Vorstand des KSV Stormarn. Damit geht eine Ära für den KSV zu Ende. Seit über 40 Jahren engagiert sich Alfred Schmücker ehrenamtlich und hinterlässt eine große  Vorstandslücke.  Geschäftsführerin Verena Lemm sagt über Alfred Schmücker: " ... er ist ein wandelndes sportliches Lexikon". 

Alfred Schmücker und Wolf-Dieter Hein, der sich ebenfalls aus der Vorstandsarbeit zurückzog, bleiben dem KSV jedoch weiter erhalten. Sie organisieren und planen alles, was in der Seniorenarbeit für den KSV Stormarn anfällt. 

 

Auch Oliver Ruddigkeit wurde verabschiedet. Aus zeitlichen Gründen konnte er sich nicht mehr zur Wiederwahl stellen, steht dem KSV aber weiterhin für Fragen und Anliegen zur Verfügung.

 

Adelbert Fritz schloss den Verbandstag mit den Worten: " ... Es war ein harmonischer, ausgeglichener Verbandstag und ich freue mich auf die Arbeit mit und für die Vereine und Verbände. ...."

 

 

 

25.02.2015

23.02.2015 Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles hat am Montag klargestellt, dass Amateur-Vertragsspieler und andere ehrenamtlich Engagierte nicht unter die Mindestlohnregelung fallen.

Dies sagte die SPD-Politikerin nach einem Treffen mit DOSB und DFB in Berlin.

Das Ergebnis des Gesprächs sei für Sportdeutschland von enormer Bedeutung, sagte Alfons Hörmann, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, der gemeinsam mit dem DOSB-Vorstandsvorsitzenden Michael Vesper, dem Schatzmeister des Deutschen Fußball-Bundes, Reinhard Grindel, und dem für Amateure zuständigen 1. DFB-Vizepräsidenten Rainer Koch an dem Treffen mit der Ministerin teilgenommen hatte. In den 90.000 Sportvereinen in Deutschland werde jeden Tag im Ehrenamtlichen Unglaubliches geleistet, sagte Hörmann. "Deshalb war es wichtig, eine Handlungsanweisung zu erhalten, die in der praktischen Arbeit vor Ort eine vernünftige Perspektive bietet.“

Zukunft von Vertragsamateuren gesichert

Solche Lösungen habe man gefunden, sagte Ministerin Nahles. So sei die Zukunft der sogenannten Vertragsamateure im Fußball, aber auch in anderen Sportarten gesichert. Dabei handele es sich um Mitglieder in Vereinen, die eine geringe Bezahlung für ihre Spieltätigkeit erhalten, in der Regel als Minijobber. "Das zeitliche und persönliche Engagement dieser Sportler zeigt eindeutig, dass nicht die finanzielle Gegenleistung, sondern die Förderung des Vereins und der Spaß am Sport im Vordergrund stehen", sagte Andrea Nahles. "Für diese Vertragsspieler ist daher auch dann kein Mindestlohn zu zahlen, wenn sie mit einem Minijob ausgestattet sind."

DFB-Schatzmeister Grindel ergänzte, solche Verträge sollten die Spieler an den Verein binden und hätten mit klassischen Arbeitsverhältnissen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer nichts zu tun. Dies gelte im übrigen nicht nur für den Fußball, sondern für alle Sportarten mit Vertragsspielern.

Statt Minijob Aufwandsentschädigung

Darüber hinaus wurde in dem Gespräch auch geklärt, wie jene ehrenamtlichen Tätigkeiten zu handhaben seien, die ebenfalls oft auf Minijob-Basis ausgeführt würden, beispielsweise als Übungsleiter oder Platzwart. Hier solle künftig die Empfehlung gelten, auf die Regelung als Minijob zu verzichten, sondern die Tätigkeit "ganz normal mit Aufwandsentschädigung oder Auslagenersatz abzugelten", wie Grindel sagte. "Dann gilt der Mindestlohn auch nicht, und man ist auf der sicheren Seite."

Für alle anderen Tätigkeiten, die solchen in der Wirtschaft vergleichbar seien, beispielsweise als hauptamtlicher Platzwart in der Bundesliga, gelte natürlich das, "was auch in anderen Bereichen der Arbeitnehmerschaft gilt", so Grindel.

"Wir sind sicher, dass wir mit dieser Entscheidung heute Unsicherheiten im Bereich von Vertragsspielern und im anderen Ehrenamtlichen ausräumen konnten", sagte die Ministerin, die sich bei den Sportvertretern "für den konstruktiven Dialog" bedankte.

Alfons Hörmann erklärte: "Wir gehen mit dem guten Gefühl an die Vereinsbasis, dass eine praxisorientierte und basisbezogene Form der Unterstützung gegeben ist." Für die Vereine herrsche nun in dieser Frage Rechts- und Umsetzungsklarheit.

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13.01.2015

Quelle: www.dosb.de

05.01.2015

Seit dem 1. Januar 2015 gilt das Mindestlohngesetz, das auch Auswirkungen auf die Vereinslandschaft haben wird. Die Führungsakademie des DOSB hat die wichtigsten Informationen dazu zusammengefasst.

Übungsleiterinnen und Übungsleiter sind von dem Gesetz nur betroffen, wenn Vergütungen gezahlt werden, die den Freibetrag übersteigen. Foto: picture-alliance

 

 

 

Für den Großteil der Vereine, die ausschließlich über ehrenamtliche Mitarbeiter verfügen, wird das Mindestlohngesetz keine Rolle spielen. Aber auch in Vereinen gibt es einige Beschäftigungsformen, auf die das Mindestlohngesetz Anwendung findet. Dies betrifft geringfügige Beschäftigungen, Übungsleitervergütungen, die den Freibetrag übersteigen, Vertragsamateure und hauptamtliche Beschäftigungen. Hier sind beispielsweise Auswirkungen auf die Planung der Personalkosten sowie die Anpassung und Dokumentation der Arbeitszeiten zu beachten.

 

 

 

Initiates file downloadDas Mindestlohngesetz und die Auswirkungen auf die Sportvereinslandschaft >>>

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11.12.2014

Bei vielen Vereinen besteht Handlungsbedarf für eine Änderung der Vereinssatzung. Dies gilt für alle Vereine, die ihrem Vorstand eine Vergütung zahlen.

Die Notwendigkeit für Vereine, hier tätig zu werden, ergibt sich aus dem Gesetz zur Stärkung des Ehrenamtes, welches am 21.03.2013 in Kraft getreten ist. Nach diesem Gesetz wird mit Wirkung vom 01.01.2015 in § 27 Abs. 3 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) eine Bestimmung aufgenommen, dass die Mitglieder des Vorstandes unentgeltlich tätig werden. Diese Vorschrift gilt ab 01.01.2015 nicht nur für die gemeinnützigen, sondern für alle Vereine.

Eine derartige Bestimmung gab es bisher nicht im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). Hintergrund dieser Gesetzesregelung ist eine Auffassung des Finanzministeriums, die ursprünglich nur gemeinnützige Vereine betroffen hat. Dieses ist nämlich seit einigen Jahren der Meinung, dass Vorstände eines gemeinnützigen Vereins prinzipiell nur unentgeltlich tätig sein dürften. Zahlungen für die Tätigkeit als Vorstand konnten daher bereits jetzt zur Aufhebung der Gemeinnützigkeit führen, wenn diese Zahlungen nicht ausdrücklich in der Vereinssatzung erlaubt worden sind. Dies gilt nach Auffassung der Finanzbehörden sogar für die gesetzlich zulässige Ehrenamtspauschale von € 500,00 im Jahr, mit dem der Gesetzgeber 2007 gerade eine einfache Lösung für Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Tätigkeiten  im gemeinnützigen Verein schaffen wollte.

Um diese Meinung auch gesetzlich abzusichern, ist offenbar die Finanzverwaltung mit ihrer Forderung durchgedrungen, in § 27 Abs. 3 BGB eine Formulierung aufzunehmen, dass Mitglieder von Vorständen von Vereinen prinzipiell nur unentgeltlich tätig werden dürfen.

Zu beachten ist dabei, dass dieses Verbot der Zahlungen an Vorstandsmitglieder durch die Aufnahme in das BGB auch für die nicht gemeinnützigen Vereine gilt. Denn das BGB befasst sich gerade nicht mit der Gemeinnützigkeit von Vereinen, sondern mit für alle Vereine geltenden Regelungen.

Die neue Bestimmung des ab 01.01.2015 geltenden § 27 Abs. 3 BGB ist allerdings durch die Satzung des Vereins abänderbar. Es handelt sich um eine so genannte nachgiebige gesetzliche Vorschrift.

Würden zukünftig an Vorstandsmitglieder Vergütungen oder pauschale Aufwandsentschädigungen gezahlt werden, ohne dass eine Bestimmung in der Satzung des Vereins dies erlaubt, wären daher diese Zahlungen ungerechtfertigt. Dies würde sogar gelten, wenn solche Zahlungen durch ein anderes Vereinsgremium oder die Mitgliederversammlung ohne Änderung der Satzung genehmigt würden.

Erfolgt die Zahlung von Vergütungen an Vorstandsmitglieder ohne eine solche Satzungsbestimmung, könnten hier sogar strafrechtliche Folgen eintreten. Eine derartige Zahlung könnte sehr leicht als Untreue im Sinne des § 266 des Strafgesetzbuches (StGB) ausgelegt werden. Untreue kann mit Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe geahndet werden. Unabhängig davon könnten aber solche Zahlungen von Vereinen (z. B. durch einen neuen Vorstand) von den Betroffenen wieder zurückverlangt werden.

Nicht erfasst von der neuen Bestimmung des BGB wird der tatsächliche Ersatz von Auslagen, die Vorstandsmitglieder haben. Nach Ansicht der Finanzämter sollte dies auch pauschal geschehen können, soweit die pauschale Aufwandsentschädigung die tatsächlichen Ausgaben der jeweiligen Vorstandsmitglieder für den Verein nicht übertreffen. Vor letzterem ist aber zu warnen. Sollte nämlich ein Streit zwischen Finanzamt und Verein entstehen, ob eine pauschale Auslagenvergütung nicht höher die tatsächlichen Auslagen eines Vorstandsmitgliedes eines Vereins ist, ist der Verein beweispflichtig. Da eine Pauschale im Wesentlichen zur Vereinfachung gezahlt wird, wird ihm das aber schwerlich gelingen.

Nicht betroffen sind Zahlungen an andere Mitglieder des Vereins. Erhalten diese für eine Tätigkeit, z. B. als Sportwart (soweit dies keine Vorstandsposition ist) eine Vergütung, wird dies durch die neue Bestimmung nicht berührt.

Wie ausgeführt tritt die Bestimmung erst zum 01.01.2015 in Kraft. Bis dahin muss also die Satzung geändert worden sein. Da aber regelmäßig gerade zum Jahresbeginn nach den Satzungen vieler Vereine Mitgliederversammlungen anstehen, sollten, um eine spätere zusätzliche Mitgliederversammlung zu vermeiden, derartigen Satzungsänderungen bereits auf der ordentlichen Mitgliederversammlung getroffen werden.

Da aber seit 2007 im Vereins- und Vereinssteuerrecht viel geschehen ist, ist es sinnvoll, im Falle einer Änderung der Satzung auch zu überprüfen, ob man nicht auch andere Satzungsbestimmungen an den heutigen Gesetzesstand anpassen sollte. Für den gemeinnützigen Verein kann die Anpassung sogar zwingend notwendig sein. Für diesen ist nämlich ab 01.01.2009 eine steuerrechtliche Mustersatzung gesetzlich vorgeschrieben, deren Formulierungen in der Satzung des Vereins wörtlich wiederzugeben sind. Zwar müssen vor dem 01.01.2009 bestehende Vereine nicht nur wegen der neuen steuerrechtlichen Mustersatzung ihre Satzung ändern. Wird aber von bereits vor dem 01.01.2009 bestehenden gemeinnützigen Vereinen die Satzung in irgendeiner Weise geändert, sind nach Auffassung der Finanzverwaltung auch alle in der Mustersatzung enthaltenen Formulierungen aufzunehmen.

Quelle: www.anwalt.de